Wäsche falten: Drei junge Startups der Haushaltsrobotik – Figure AI, Sunday Robotics und Weave Robotics – haben in den letzten Monaten Roboter vorgestellt, die sich dieser Aufgabe annehmen. Weave Robotics hat einen öffentlichen Preis: Der Isaac 1 kostet 7 999 Dollar beim Kauf, und die ersten Lieferungen sind für Ende 2026 in Kalifornien angekündigt.

Was kostet das ?

Zwei Einstiegsvarianten und zwei Preismodelle:

  • 7 999 Dollar beim Kauf 
  • oder 449 Dollar im Monat im Abonnementmodell – die Vertragslaufzeit wird nicht mitgeteilt 
  • 250 Dollar anrechnungsfähige Anzahlung für Vorbestellungen 
  • 99 Dollar im Monat für ein optionales Serviceabonnement, das sich zum Kaufpreis addiert.

Diese Beträge sind in Dollar angegeben, wie vom The Gadgeteer berichtet. Was Transport und Steuern am Zielort in Frankreich ausmachen, haben wir in was ein humanoider Roboter in Frankreich tatsächlich kostet detailliert erläutert.

Entscheidet er wirklich selbstständig ?

Nicht immer, und Weave Robotics sagt dies schwarz auf weiß: Der Isaac 1 arbeitet standardmäßig autonom, kann aber bei Bedarf Fernunterstützung erhalten. Kurz gesagt: Wenn die Maschine stecken bleibt, kann ein ferngesteuerter menschlicher Operator die Kontrolle übernehmen. Das ist kein Detail: Es ist der Unterschied zwischen einer unabhängigen Maschine und einer begleiteten Maschine.

Wie steht es um die Technik ?

Die Manipulation verformbarer Objekte – ein Kleidungsstück, ein Laken, alles, was keine feste Form hat – wird in der Branche als ein technischer „heiliger Gral“ beschrieben. Und das merkt man. Das Falten eines einzigen Kleidungsstücks kann noch mehrere Minuten dauern, ein unbekanntes Kleidungsstück kann die Maschine blockieren, und niemand weiß, wie es in einer echten Wohnung aussieht, da es keine großflächigen Einsätze gibt. Bisher wurden diese Roboter präsentiert: Demonstrationen, keine bei Menschen installierten Maschinen.

Der springende Punkt sind die Bewegungsdaten, die es im Internet nicht gibt. Sunday Robotics trainiert seine Modelle auf Basis menschlicher Bewegungen, die von 200 Dollar teuren Sensorenhandschuhen erfasst werden, die die Hände seiner Roboter nachbilden. Wichtiger Hinweis: Dieser Überblick – die drei Roboter, ihre Grenzen, die Handschuhe von Sunday Robotics – stammt aus einem einzigen Bericht von Business Insider, der einzigen Quelle bisher.

Wann kommt er ?

Sunday Robotics plant, seinen Roboter Memo im Herbst 2026 über ein Beta-Programm – einen Test bei ersten Haushalten – bei Privatpersonen zu installieren. Weave und 1X kündigen ihre ersten Kundenlieferungen bis Ende des Jahres an. Die ersten Isaac 1 sollten nach Kalifornien gehen, bevor eine erweiterte Verfügbarkeit in den USA Anfang 2027 folgt. Über eine Verfügbarkeit außerhalb der USA wird nichts gesagt.

Zwei frühere Beispiele laden zur Vorsicht ein, immer nach Business Insider: Das japanische Unternehmen hinter dem Laundroid, der für 16 000 Dollar verkauft wurde, ging 2019 in die Insolvenz, und FoldiMate, das Ende der 2010er Jahre mehrmals auf der CES aufgetaucht war, hat nie ein Produkt ausgeliefert.

Und wenn man lieber selbst basteln möchte ?

Es gibt einen anderen, offenen Weg: Sourccey vom US-Startup Vulcan Robotics, gegründet von Nick Maselli. Mechanik, Elektronik und Software werden auf GitHub veröffentlicht, die Hardware unter der freien CERN-OHL-S-2.0-Lizenz, einschließlich der Druckdateien (Interesting Engineering). Das Teil ist 1 030 mm hoch und wiegt 15,88 kg, rollt auf vier Mecanum-Rädern – Rädern, die es ermöglichen, in alle Richtungen zu fahren, auch seitwärts – und enthält einen Raspberry Pi 5, einen nano-Computer in der Größe einer Bankkarte, sowie einen 2D-LiDAR mit 360°, einen Laser-Entfernungsmesser, der den Raum kartografiert. Er wird mit vier bereits trainierten Mini-Faltmodellen geliefert (T-Shirts, Shorts, Jeans oder Hosen, Langarmhemden) – aber Achtung, was das bedeutet: Sourccey wird ferngesteuert, diese Modelle werden unter Aufsicht abgespielt, und sein Hersteller datiert die Autonomie mit minimaler menschlicher Intervention auf Anfang 2027.

Anders ausgedrückt, Sourccey ist nicht autonom: Er ist fernbedient. Man steuert ihn mit einem Paar Master-Armen – einer verkleinerten Kopie seiner Arme, die man von Hand bedient – oder mit einem Oculus Quest-Headset. Man zeichnet diese Demonstrationen auf und trainiert darauf ein Steuerungsmodell, das die Bewegung dann abspielt. Die hauseigene Roadmap sieht die volle Autonomie bei grundlegenden Haushaltsaufgaben für 2028 vor: Das sagt der Hersteller, niemand hat es überprüft. Was den Zeitplan betrifft, kündigt Vulcan Robotics die Öffnung des Codes im August 2026 und die ersten Lieferungen im September 2026 an – aber bis heute (18. August 2026) ist kein Preis veröffentlicht, der Shop und die Dokumentation sind auf der Website des Herstellers als „Coming Soon“ („bald verfügbar“) markiert.